PT 2016

Videoarchivierung: Die besten Speichermedien

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Wie wichtig es ist, seine Daten zu sichern, braucht man kaum zu erklären – dennoch achten nur wenige Filmer darauf: Zu umständlich scheint dies bei den riesigen Datenmengen von Videos. Wir erklären, wie es einfach geht und wie man ein sicheres Archiv für große Videodatenmengen verwaltet.
 

Aus Schaden wird man klug – doch für Videografen bedeutet dieser Lerneffekt, dass vielleicht unwiederbringliche Bilder verloren gegangen sind. Trotzdem denken die meisten erst über die Lagerung ihrer Videodaten nach, wenn es bereits zu spät ist. Egal, ob man mit Videos sein Geld verdient oder wichtige Erinnerungen festhält, das digitale Zeitalter erfordert ein Umdenken: Früher lagerte man sein Originalmaterial halbwegs sicher bei Zimmertemperatur im Schrank, heute kommt man mit kleinen und teuren Speicherkarten nach Hause. Die Clips landen auf dem Rechner, die Originaldaten auf den Karten werden gelöscht – und dann?

Es klingt paradox, doch solange die Daten auf dem Rechner sind, sind sie noch vergleichsweise sicher, auch wenn man Gerätedefekte und Virenbefall fürchten muss. Deshalb sollte man während der Bearbeitung von Projekten seine Daten regelmäßig auf ein externes Speichermedium kopieren – je nach Fortschritt der Produktion täglich oder noch häufiger. Diese Backups sind sinnvoll, vergleichsweise einfach und auf Festplatten durchaus kostengünstig. Doch irgendwann ist die Produktion fertig und schlicht kein Platz mehr auf dem Rechner, um weitere Projekte lokal zu sichern.

Also müssen Daten ausgelagert werden. Doch wohin? Eine DVD ist für die Archivierung schon wegen der geringen Speicherkapazität nicht mehr zu gebrauchen. Ebenso wenig eine Blu-ray-Scheibe, die trotz der größeren Kapazität auf lange Sicht nicht ausreichend Platz bietet und mit dem selben Problem wie die DVD zu kämpfen hat: Die Daten sind in der Regel nur rund zehn Jahre sicher. Der Grund dafür liegt in der Luft: Die Speicherschicht der Silberscheiben ist zwischen zwei Scheiben aus Polycarbonat eingebettet. Doch allmählich dringt Luft zwischen diese Kunststoffscheiben und lässt die Speicherschicht korrodieren.

Videosafe Aufmacherbild

Regelmäßige Datensicherung ist wichtig - aber langwierig und lästig. Ein Irrtum, der schlimme Folgen haben kann. Dabei get es doch "eigentlich" ganz einfach.

Diskussion Filmarchivierung Philipp Joachim
Die VIDEOAKTIV.DE-Redakteure Joachim Sauer und Philipp Mohaupt diskutieren in einem Video über das beste Speichermedium.

Um es klar zu sagen: Da war das Band das wesentlich bessere Speichermedium. Doch der Blick zurück bringt nicht viel. Deshalb erklären wir verschiedene Speicheroptionen und den Weg zum sicheren Archiv.

Datensicherung

Wer nach dem Dreh an den Rechner kommt, wird in der Regel als erstes die Daten auf die lokalen Festplatten ziehen – idealerweise auf eine eigene Partition oder sogar Festplatte und in eine sinnvoll benannte Datenstruktur: Auf dem Arbeitslaufwerk gibt es einen Ordner für das neue Projekt, in diesem sollte es zwei weitere Ordner geben: einen für die Projektdatei und einen für das Videomaterial (wobei man hier bei AVCHD idealerweise die Original- Dateistruktur ablegt). Auch wenn es beim nächsten Dreh unbequemer ist: Die Daten bleiben zunächst auf den Speicherkarten – nur zur Sicherheit. Unsere Regel: Karten, die nicht mehr in den Kameras liegen, wurden schon mal auf den Rechner gesichert – beim Dreh wandern volle Karten in ein eigenes Fach der Geldbörse.

Webtipp: So geht's

 
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