PT 2016

Im Test: Recorder-Kontrollpult - Zoom F-Control FRC-8

Recording-Spezialist Zoom erweitert die beiden Fieldrecorder F4 und F8 um ein Bedienpult, das sich in der Praxis schon fast als kleiner Tonmischer entpuppt – perfekt zur Pegelkontrolle.
 

Das einzige größere Manko der beiden Fieldrecorder F4 und F8 von Zoom sind die relativ kleinen, eng gedrängten Pegelsteller. Mit dem kompakten Zusatzpult namens F-Control, im Untertitel mit der Typenbezeichnung FRC-8 versehen, räumt der Hersteller auch damit auf.

Das Pult offeriert dem Nutzer acht separate Schieberegler mit sechs Zentimeter Länge zur Pegeleinstellung für die maximal ebenfalls acht Einzelkanäle der Recorder sowie einen neunten für das Stereo- Summensignal des Master-Kanals, das über eine Output-Taste einzelnen Recorder- Ausgängen zugewiesen wird.

Vorgeschaltet sind den acht Kanal-Fadern kleine Drehpotis in Doppelfunktion: Sie lassen sich zwischen der Trimmfunktion des Eingangspegels und der Anordnung im Stereopanorama des Master-Signals umschalten.

Den jeweiligen Modus verraten kleine Kontrolllichter. Oberhalb davon liegen die 12-stufigen LED-Ketten für die Pegelanzeige und Übersteuerungswarnung.

Aufmacher Zoom F Control FRC 8
Mit F-Control hat man die komplette Kontrolle über den Aufnahmevorgang.
Zoom F Control FRC 8

Testergebnisse

Hersteller   Zoom
Produkt   F-Control FRC-8
Preis   399 Euro
Internet  

www.zoom.co.jp

www.sound-service.eu

Abmessungen   24,5 x 18,2 x 14,8 com
Anschlüsse  

6,3-mm-Stereoklinke (Kopfhörer), 6,3-mm-Stereoklinke (vom Recorder), USB (zum Recorder), USB (für Tastatur), 4-Pin-Hirose (für Akkupacks/Netzteile)

Kurzfazit  

Wer die Zoom-Recorder F4 und F8 nicht umgehängt, sondern abgesetzt betreiben kann, bekommt mit dem F-Control ein sehr praktisches Bedienpult, das die Tonaussteuerung deutlich komfortabler macht. Mit der einfachen Eingabe von Metadaten über eine zusätzliche Tastatur entsteht zusätzlicher Mehrwert. Auch das Mehrspur-Recording gewinnt gewaltig.

Plus/Minus  

+ robuste Konstruktion
+ einfache Verkabelung und            Bedienung
+ Strom über Netz, Batterie oder     USB
keine USB-Power über Zoom F8

Urteil   sehr gut
Preis/Leistung   sehr gut

Mit den großen Nummern-Tasten lassen sich die gewünschten Kanäle aktivieren, mit den PFL-Tasten (für „Pre Fader Listening”) lässt sich das Einzelsignal auf den Abhörausgang des Kopfhörers legen, um es gezielt zu kontrollieren und einzustellen.

Das ist aber längst noch nicht alles: Auf der rechten Pultseite liegen Tasten für die Eingabe spezieller Szenendaten, Spurbezeichnungen oder Timecode, außerdem die Menü-Taste samt Einstellrad und schließlich sogar Transport- und Aufnahmetasten für die Recorder-Steuerung.

Das Gehäuse des fast ein Kilogramm schweren Pults macht einen sehr robusten Eindruck, die Ober-, Front- und Rückseite sind aus Metall.

Praktischer Einsatz

Wer die Fieldrecorder im kleinen Team nur umgehängt einsetzen kann, wird mit dem FControl nicht soviel anfangen können. Interessant wird dessen Einsatz dann, wenn die Tonaufnahme im weitesten Sinne stationär erfolgt. Das heißt aber nicht, dass das Pult nicht ebenso mobil wäre wie die Fieldrecorder selbst, schließlich lässt es sich auch über vier AA-Batterien mit Strom versorgen.

Gemeint ist vielmehr, dass die Ton-Crew einen Platz zur Bedienung des Pultes hat. Mit dem F-Control werden die Zoom-Recorder dann sogar zu komfortablen Mehrspur-Tonmaschinen.

 

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