PT 2016

Im Test: WLAN-Funkmikro-System - Røde Link Filmmaker Kit

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Für den Videofilmer bietet Røde zahlreiche günstige Mikrofone an. Jetzt kommt mit Røde Link eine „Funkstrecke" dazu, die Ton auf derselben Frequenz wie WLAN und Bluetooth überträgt. Den Test lesen Sie hier.
 

Das Røde Link Filmmaker Kit gehört mit 399 Euro zu den preisgünstigeren Vertretern unter den als „Funkstrecken" bekannten Systemen zur drahtlosen Audioübertragung.

Da für die Übertragung die Frequenz 2,4 Gigahertz verwendet wird, kann Røde Link ohne Genehmigung und Gebühren eingesetzt werden – für klassische Funkstrecken wie den Branchenprimus Sennheiser EK100 G3 werden Gebühren fällig.

Das Filmmaker Kit besteht aus einer Sendeeinheit mit Lavaliermikrofon und einer Empfangseinheit. Eine Option mit Aufstecksender für ein Reportagemikrofon gibt es noch nicht, sie ist aber für Winter 2015 unter dem Namen „News Shooter" geplant.

Das Signal wird bei der Übertragung permanent überwacht und die Frequenz gewechselt, um immer die stärkste Signalstärke zu gewährleisten. Der Ton wird digital mit 24 Bit und 44,1 Kilohertz übertragen.

Insgesamt ist das System auf eine einfache Bedienung hin optimiert und hat nicht mal ein Bedienmenü. Die Systemkomponenten Ambitionierte Amateure, Hobby-Filmemacher und Profis gehören gleichermaßen zu Rødes Zielgruppe – und so schafft der Hersteller immer wieder den Spagat zwischen hochwertigem Klang und preisgünstigen Produkten.

Beim Røde-Link-Set sitzen Sender und Empfänger in einem Plastikgehäuse, das trotzdem einen stabilen Eindruck macht. Sender und Empfänger sind dabei gleich groß und wirken etwas klobig, vor allem, weil sie dicker ausgefallen sind als die Funkstrecken von Sony oder Sennheiser.

Dafür sind sie aber leichter als diese. Neben zwei Halterungsbügeln, zwei Anschlüssen für den Zubehörschuh und einem 3,5-Millimeter-Klinken-Spiralkabel wird ein Lavalier-Mikrofon mit einem Halteclip und einem fest verbautem Schaumstoff Windschutz mitgeliefert.

Das Kondensator-Lavaliermikrofon hat eine Kugelcharakteristik, ein Fellwindschutz ist dabei; leider fehlt ein Klinke-auf-XLRKabel im Lieferumfang. Etwas eigenartig ist der MiCon-Anschluss, den Røde für das

Aufmacher Rode Link
Input: Die ständige Neuordnung der Sendefrequenzen ist nicht nur für Filmer ein Ärgernis. Auch die Hersteller sind der Willkür der Behörden ausgeliefert. Da bietet WLAN als verbreitete und ausgereifte Technik eine Alternative. Nach Audio- Technica (Test in Heft 6/2014) setzt nun auch Røde mit dem Røde Link Filmmaker Kit auf diese Technik, um eine preisweite Funkstrecke für Filmer anzubieten.
 
 
Rode Link 1
Sender und Empfänger des Røde Link sind vergleichsweise groß, aber sehr leicht und ohne Menü zu bedienen.
Rode Link hinten
Der Schiebemechanismus, hinter dem sich die Batterie und die Schaltelemente für die Lautstärke und das Synchronisieren von Sender und Empfänger befinden, ist eine stabile Lösung.
 

Lavaliermikrofon verwendet, der extra an die 3,5-Millimeter-Klinke mit Schraubverschluss befestigt werden muss. Für den Sender können aber auch alle anderen gängigen Mikrofone mit Schraubverschluss verwendet werden.

Das Gehäuse beider Einheiten lässt sich auf der Rückseite in zwei Stufen mit einem Schiebe-mechanismus öffnen. Eine, um den An- und Ausschalter und die Signalregelung in drei Stufen bedienen zu können, und eine zweite, um die zwei benötigten AA-Batterien einzusetzen. Die Batterie-abdeckung ist gut verschlossen.

Die Inbetriebnahme dürfte dank der gedruckten Schnellanleitung auch für den Laien kein Problem sein. Sender und Empfänger können auch per Micro-USB mit Strom versorgt werden. Mit dem Anschalten von Sender und Empfänger findet sich das WLAN-Pärchen automatisch binnen weniger Sekunden, wenn der richtige Kanal eingestellt ist.

Für den Betrieb mehrerer Røde-Link-Systeme gibt es unter der Batterieabdeckung eine Synchronisations-taste. Dass eine Übertragung stattfindet, zeigt eine grobe Pegelanzeige am Empfänger. Das Røde Link bietet acht Kanäle, theoretisch können also acht Funkstrecken gleichzeitig betrieben werden. Mehrere Sender können dabei aber nicht an einen Empfänger geschickt werden.

Um den Pegel um 10 oder 20 Dezibel zu erhöhen gibt es am Sender einen Dip-Schalter unter dem Batteriefach. Am Empfänger lässt sich damit der Pegel um 10 oder 20 Dezibel verringern. Das sollte für alle gängigen Situationen ausreichen, um die passende Lautstärke einzustellen.

Der Sender hat noch einen Schalter für die Kanalwahl und einen für das „Stummschalten“ des Signals. Mit dem kurzen Drücken der „Ein-Taste“ kann auch der Sender stummgeschaltet werden, angezeigt durch ein rotes Licht. Das kann auch leicht versehentlich passieren, hier wäre ein sicherer Mechanismus zu wünschen. Am Empfänger lassen sich beide Einheiten mit einer eigenen Taste stummschalten. Die Betriebs-LED blinkt rot, wenn das Signal übersteuert. Der Ladezustand der Batterien wird für beide Ein-

 
 

Webtipp: So geht's

 

VIDEOAKTIV 06/16


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