PT 2016

Tascam DR-60 D MK II: 4-Spur-DSLR-Recorder im Test

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Der japanische Recording- Spezialist Tascam hatte mit dem DSLR-Recorder DR-60 D (Test in Heft 5/2013) die Filmer- Szene entdeckt. Das verbesserte Nachfolger-Modell DR-60 D MK II hat zur Unterscheidung noch schicke rote Trageriemen-Bügel bekommen – und ein neues Preisschild.
 

Nur noch 299 Euro ruft Tascam als unverbindliche Preisempfehlung für die neue Version des DR-60 D auf. Bei vielen Recording-Versendern ist das Modell sogar für rund 250 Euro ausgepreist. Dabei war schon der Ur-60 D seinen Preis als erster Vier-Spur-DSLR-Recorder überhaupt absolut wert.

Grundkonzept

Der Grundgedanke beim DR-60 ist auch in der neuen Version geblieben: Er ist ein Vier-Spur-Audiorecorder, der für den Einsatz an einer filmenden DSLR- oder DSLMKamera gedacht ist. Dafür hat er oben ein Gewinde mit einer sehr großen, robusten Rändelschraube, mit der sich der Recorder schnell und komfortabel unter eine Kamera docken, aber auch rasch wieder von ihr lösen lässt. Da der DR-60 D (MK II) aber am Gehäuse unten zusätzlich ein Stativgewinde hat, lässt er sich mit einem entsprechenden Adapter auch oben auf dem Kamera-Zubehörschuh montieren.

Die Audioeingänge stehen für professionelle wie consumertypische Signale bereit: Auf Kanal 1 und 2 (entspricht Stereo 1) liegen die beiden Combo-Buchsen, die wahlweise XLR-Quellen (auch mit Phantomspeisung) oder Signale von großen Klinkensteckern aufnehmen und getrennt aussteuerbar sind.

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Kleine, aber feine Verbesserungen hat Tascam seinem Vier-Spur-DSLR-Recorder DR-60 D in der brandneuen MK-II-Version verpasst. Auch nicht ohne: Der Preis ging um ein Viertel runter!
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Bis zu vier separate Tonspuren nimmt der Tascam auf: Spur 1 und 2 (1) kommen von den jeweils getrennt pegelbaren Combo-Eingängen, Kanal 3-4 (2) steht für den Stereo-Miniklinkeneingang. Dieser Stereo-Track lässt sich auch fürs pegelreduzierte Backup (Dual) nutzen.

Auf dem Stereokanal 3-4 landen die Signale, die über eine zusätzliche Stereoklinkenbuchse eingespeist werden, also etwa von einem typischen Elektret-Kondensator-Kameramikro wie unserem Referenz-Mikro Stereo VideoMic Pro von Røde.

Wer generell nur in Stereo arbeiten will, kann Kanal 3-4 auch für eine Sicherheitsaufnahme (Dual Recording oder Backup) nutzen: Mit dieser Funktion wird zusätzlich zum normal ausgesteuerten Material auf 1 und 2 ein um 12 Dezibel leiseres Signal aufgenommen, um sicher vor plötzlichen Übersteuerungen zu sein.

Neuerungen

Die Änderungen beginnen bei den Beschriftungen der (sehr luxuriös) zusätzlich zum Kopfhörerausgang doppelt vorhandenen Camera Outs: Der eine ist mit „Low" gekennzeichnet und ideal für alle DSLR, die nur Mikrofon-Pegel am Eingang verkraften, der andere mit „Hi" für Kameras, die sich auf Line-Pegel umschalten lasssen (oft eher bei Camcordern) – er entspricht einem normalen Line Out mit Hochpegel. Beide sind jeweils separat zusätzlich noch in der Ausgangslautstärke regelbar – aber daswar auch schon beim Vorgänger so.

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