PT 2016

Ratgeber - der richtige Monitor: Hintegrundbeleuchtung, Anschlüsse, Bedienung und Ergonomie

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Beim Kauf eines Monitors kommt es nicht nur auf Auflösung und Helligkeit an. Gerade das verbaute Panel und die integrierten Anschlüsse können ein wichtiges Kaufkriterium sein, je nach Anspruch. Daneben spielt natürlich die Ergonomie eine entscheidende Rolle; denn lässt sich der Monitor am Arbeitsplatz nicht richtig einstellen, sind Haltungsprobleme und Nackenschmerzen vorprogrammiert.
 

Klar: Dem Display respektive Panel des Monitors kommt eine Schlüsselrolle beim Kauf zu. Sieht man sich die Werbeaussagen der Hersteller an, dann zählt hier vorrangig die Auflösung, gefolgt von Helligkeit und Kontrastverhältnis – ohne Frage wichtige Faktoren für die Bildqualität. Doch auch wenn UHD-Monitore dabei sind zum neuen Standard am Arbeitsplatz zu werden, haben Bildschirme mit Full-HD-Auflösung noch ihre Berechtigung, zumindest für die Vorschau, wenn die Produktionsschiene vollkommen auf Full-HD ausgelegt ist. Deutlich schwerer fällt das Einordnen der verschiedenen Panel-Technologien. Auch bei den Schnittstellen tut sich gerade relativ viel auf dem Markt: VGA und DVI werden langsam abgelöst. Damit sie beim Wust an technischen Daten durchsteigen, erklären wir Ihnen die wichtigsten Eigenschaften und worauf Sie beim Monitor-Kauf achten sollten.

HINTERGRUNDBELEUCHTUNG

Früher wurden im Rahmen eines Flachbildschirms kleine Leuchtstoffröhren eingesetzt, um die Pixel des Panels zu beleuchten. Das Licht strahlte also von außen hinter das Panel und wurde in die Mitte reflektiert. Das Problem dabei: Die Ausleuchtung war nie gleichmäßig. Heutzutage kommen LEDs, also kleine Leuchtdioden, für die Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Dabei gibt es zwei Varianten, wie die LEDs angebracht sind. Bei Edge LEDs sind die Leuchtkörper im Rahmen des Monitors integriert und das Licht wird, wie früher bei den Leuchtstoffröhren, durch eine Folie in die Mitte reflektiert. Bei der „Direct LED“-Variante liegen die LEDs hingegen genau hinter dem Panel. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Ausleuchtung ist meist besser und zudem lassen sich LEDs in einzelnen Bereichen des Bildes gezielt dimmen oder abschalten. Das Resultat ist ein deutlich bessere Kontrasteindruck, da Schwarz nicht ausgewaschen wirkt. Diesen Vorteil hat dann auch OLED, wobei die Leuchtdioden hier selbst leuchtend sind und deshalb keine separate Hintergrundbeleuchtung vonnöten ist. Allerdings ist die OLED-Technik nach wie vor teurer in der Produktion und eher bei kleinen Kameradisplays vorzufinden.
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Der Monitor ist eines der wichtigsten Arbeitsgeräte am Schnittplatz, schließlich zeigt er das
Kamerabild. Was einen guten Bildschirm ausmacht, fassen wir in diesem Ratgeber zusammen.
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Die Anschlussleiste sollte die wichtigsten Schnittstellen wie HDMI 1.4, HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2 haben. So lassen sich auch UHD-Inhalte mit 50p/60p anzeigen.
 
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Der Standfuß sollte in der Regel beweglich sein, da man den Monitor sonst nicht in der Höhe anpassen oder das Display drehen kann – am Arbeitsplatz bei längeren Stunden Arbeitszeit ein No go.
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Der Standfuß sollte sich ausreichend in der Höhe ausziehen und das Display sich neigen wie drehen lassen. Wenn gewünscht, ist auch die Pivot-Funktion, also das Schwenken des Displays um 90 Grad, ein Kaufkriterium.

Immerhin: Es gibt nun die ersten OLED-Fernseher – es dürfte also nicht all zu lange dauern, bis auch entsprechende Monitore kommen. Bei QLED handelt es sich wie bei LED in der Regel um einen LCD-Monitor, also auf Flüssigkristallbasis, allerdings mit einer verbesserten Kunststofffolie zwischen den LEDLeuchten und dem LCD-Panel. In dieser Folie sind sogenannte „Quantum Dots“ integriert, die selbst Licht erzeugen und rotes, grünes, blaues sowie gelbes Licht abgeben können. Dabei werden diese von sehr reinem, blauen LED-Licht angeleuchtet. Durch die Mischung von reinem, blauen LED-Licht und dem roten respektive grünen Licht der Quantum Dots entsteht ein deutlich reineres Weiß. Dadurch ist dann auch ein besseres Mischverhältnis gegeben, weshalb sich breitere Spektren zwischen einzelnen Farbtönen erzeugen lassen.

ANSCHLÜSSE

Was bei jedem Monitor zählt, sind die Anschlüsse. Neu sind hier DisplayPort und HDMI 2.0. VGA und DVI sterben so langsam aus, auch wenn sie gerade bei gut ausgestatteten Monitoren noch immer zu den Standard-Schnittstellen gehören. Die HDMI-Schnittstelle, obwohl noch zu Full-HD-Zeiten entworfen, kann ab HDMI 1.4 schon seit einigen Jahren UHD-Signale übertragen. Allerdings dann nur bis maximal 30 Bilder. Das neuere HDMI 2.0 hingegen kann UHD mit 50 und 60 Vollbildern wiedergeben und ist deshalb beim Anschluss erste Wahl, zumindest bei TV-Geräten. Bei Monitoren ist gerade DisplayPort respektive USB-Typ-C die Zukunft, weshalb man nach Geräten mit diesen Buchsen Ausschau halten sollte. Wichtig ist hier, auf den DisplayPort- 1.2-Standard zu achten, der 4K mit 50p und 60p erlaubt. Der ältere DisplayPort 1.1 hingegen kann (ähnlich wie HDMI 1.4) nur maximal 30 Bilder in UHD zeigen. Auch hier steht schon ein neuer Standard an, mit dem die Entwickler einen Sprung von DisplayPort 1.3 mit maximal 5120 mal 2880 Pixeln und 60 Hertz auf die Version 1.4 machen. Damit kann man eine maximale Auflösung von bis zu 8K mit 60 Hertz an den Monitor schicken.
 

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