Test: UHD-HDR-Blu-ray-Player - UHD-HDR- und Format-Wiedergabe

Mit HDR bekommt man echtere Farben und zugleich eine klarere Kontrast-Unterscheidung in dunklen Szenen. Es braucht dann aber auch den richtigen Abspieler, damit der UHD-Bluray- Film mit „Hochkontrast“ auf dem Fernsehschirm erscheint. Dabei ist HDR10 (neben Dolby Vision) der „Quasi-Standard“, auf den sich 4K-TV und -Abspieler einigen müssen. Fraglich bleibt dann noch, ob der UHD-HDR-Abspieler auch mit HDR-Dateien vom USB-Stick zurecht kommt und die HDR-Wiedergabe via YouTube unterstützt. Wir haben uns drei Kandidaten von LG, Panasonic und Samsung in die Redaktion geholt.

UHD-HDR- und Format-Wiedergabe

LG startete unsere UHD-Test-Discs angenehm schnell, dröhnte aber mit einem sehr lauten Laufwerksgeräusch bis zu einem gewissen Filmfortschritt, dann stellte das Laufwerk das Geräusch ein und war dann nahezu nicht mehr hörbar. Bei Panasonic spielte die Scheibe nach kurzer Wartezeit fast flüsterleise, und auch bei Samsung mussten wir keine derart lauten Betriebsgeräusche beanstanden. Apropos: Den Anzeigemodus für 50 respektive 24 Hertz muss man beim LG in den Einstellungen manuell anpassen, das macht der Player leider nicht automatisch. Nur im 24-Hertz-Modus hat das TV-Gerät dann selbständig den HDR-Modus unserer Test-Blu-ray (The Revenant) erkannt und den Bildmodus entsprechend umgestellt.




Bei Panasonic und Samsung gelingt das selbständig ohne weitere Umstellungen, darf aber trotzdem auch manuell bestimmt werden. Alle drei Geräte konfigurieren die Auflösung je nach Quellmedium automatisch oder manuell von 576p bis 2160p. Der Panasonic-Player ist hier professioneller ausgerichtet als die Kollegen und lässt noch separat 4K 50p/60p mit 4:4:4 oder 4:2:0 Farbverarbeitung bei bis zu 12 Bit einstellen. Das bringt allerdings nur etwas, wenn der passende Fernseher mit Dolby-Vision-12-Bit-Unterstützung auf dem Fernsehtisch steht. Per USB spielten alle Testgeräte die gängigsten Videoformate ab und kommen auch mit H.265-Dateien im HDR-Format vom Stick zurecht. Fütterten wir die Player mit einer H.265-HDRDatei, mussten wir im Test den Fernseher allerdings manuell auf HDR umstellen; die Information wurde nicht automatisch übermittelt. Spielt der LG-TV die Datei indes direkt mit dem eigenen, integrierten Mediaplayer ab, schaltet er von alleine in den HDR-Modus. Die gleiche Beobachtung machten wir mit dem Panasonic- Player bei der Wiedergabe von 4K-HDRVideos via YouTube.

2018 04 UHD BDP Test Titel Teil 2

Der LG UP970 ist recht kompakt und hat an der Vorderseite einen USB-Anschluss hinter einer Schutzkappe integriert. Die Bedienelemente reagieren klassisch auf Druck.










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Die schmalste und gleichzeitig aber übersichtlichste Fernbedienung kommt von Samsung. Der Panasonic-Signalgeber wirkt etwas überladen, und beim LG-Pendant ist der Druckpunkt der Tasten nicht optimal. Bei allen fehlen beleuchtete Bedienelemente.






Unser Test-TV wechselte hier nicht automatisch in den HDR-Modus, sobald wir einen entsprechenden Clip per YouTube anspielten. Beim LG und Samsung funktionierte das indes über die YouTube-App problemlos. Womöglich ist die YouTube-Applikation des Panasonic- Abspielers eine ältere Version; zumindest reagierte sie langsamer als die der Konkurrenten und wirkte auch optisch nicht so hoch aufgelöst. Bei einer gekauften UHD-HDR-Blu-ray wurde der HDR-Modus aber bei allen Playern automatisch vom TV eingestellt. Gängige Formate wie MP4 und MTS sind für alle Testkandidaten kein Problem. Lediglich so manche MOV-Datei stellte die Player vor Probleme, und Rohmaterial der Canon EOS- 1D C führte durchgehend zur Verweigerung der Wiedergabe. Direkt aus dem Netzwerk spielen nur der Panasonic und Samsung ab. Dann ist die Formatkompatibilität aber eingeschränkter und die Wiedergabe kann je nach Verbindungsgeschwindigkeit ins Stocken geraten.

Trotzdem meisterte der Panasonic die meisten 4K-Dateien selbst mit 50p als Stream (im flotten Redaktionsnetzwerk) problemlos und spielte sie flüssig ab. Beim Samsung ist das nicht immer der Fall – außerdem erkennt dieser keine H.265-Dateien vom NAS. Eine AVCHD-Struktur versteht der Panasonic- Player direkt von der Speicherkarte und zeigt so auch zusammenhängende Clips ohne Aussetzer. Alternativ kann man auch MP4-Dateien von der Karte wiedergeben. Full-HD-Blu-ray-Scheiben rechnen alle drei Testkandidaten sehr sauber auf UHDAuflösung hoch. Dabei stellt man den Player im Menü manuell auf 2160p, damit nicht der Fernseher das Upscaling übernimmt, sondern der Abspieler.

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Alle drei Testkandidaten haben einen HDMI-2.0-Ausgang für die Videoübertragung sowie einen weiteren ausschließlich für Audio integriert. Analoge Buchsen sind bei der neuen Blu-ray-Player-Generation passé.


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Der Test-Fernseher - LG 49SJ81

 Das Ergebnis ist bei allen ein sehr scharfes und detailliertes Bild, das sehr nah an einen nativen UHD-Film heranreicht. Selbsterstellte Blu-ray-Scheiben sowie AVCHD-DVDs sind für die Player keine Herausforderung und werden ausnahmslos abgespielt, wenn auch die Ladezeit gerade beim Panasonic, je nach verwendetem Disc- Format, etwas länger ausfallen kann.

Unser Test-TV kommt von LG und ist der 49SJ81 mit nativen 3840 x 2160 Pixeln und Active HDR für die Unterstützung von HDR10- und Dolby-Vision-Inhalten.

Er hat dafür aber kein OLED-Panel integriert, sondern setzt auf ein LCD-Pendant mit LGs neuer Nano-Cell- Technik für eine verbesserte Farbwiedergabe. Die Technik kann man als Fortentwicklung von Quantum-Dot-Displays bezeichnen, setzt aber weiterhin auf eine LED-Hintergrundbeleuchtung. Das konnten wir dann im Test auch des öfteren durch Randleuchten und leichte graue Schlieren fesstellen. Trotzdem ist die Bildqualität auf hohem Niveau und gerade das HDR-Bild ein wahrer Augenöffner. Der Preis liegt bei 1299 Euro. Den Test liest man in der VIDEOAKTIV 2/2018.

UHD HDR BDP Testtabelle

Der Panasonic DMP-UB704 EGK gewinnt das Testduell dank der guten Ausstattung. Für eine detaillierte Ansicht der Testergebnisse einfach das Bild öffnen.

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