PT 2016

Im Test: CyberLink Screen Recorder 3 Deluxe

Der Screen Recorder von CyberLink macht genau das, was der Name sagt: Er zeichnet die Aktivitäten des Rechners auf und erlaubt so die Produktion von Präsentationen und Tutorials. Wir haben die neue Version 3 in der Deluxe-Variante getestet.
 

Den Bildschirm mit der Kamera aufnehmen – das war lange Jahre gängige Praxis, wenn gezeigt werden sollte, wie man eine Software bedient. Doch warum soll man umständlich mit der Kamera hantieren und mit Reflexen auf dem Monitor kämpfen, wenn man doch ganz einfach mit einer Software alles, was auf dem Monitor geschieht aufzeichnen kann? Wer es schon einmal ausprobiert hat, wird als erstes dagegenhalten, dass Screenrecorder Leistungsfresser sind. Sie zwacken der Anwendung Prozessorleistung ab, die man ja eigentlich optimal präsentieren möchte. Angesichts dessen, dass besonders häufig Spieler und Medienschaffende so ihre hochgezüchteten Programme präsentieren, ist das alles andere als ideal. Spieler haben deshalb gerne Video-Capture- Hardware an den Monitorausgang gehängt. CyberLink wirbt beim brandneuen Screen Recorder 3 jedoch mit seiner besonders geringen Beanspruchung des Systems und verspricht zudem eine unkomplizierte Aufzeichnung als MP4-Datei mit passender Bildwiederholfrequenz.

FUNKTIONEN

In den Einstellungen am Anfang liegt also schon der erste, sehr deutliche Unterschied zu dem, was bisher die gängigen Screen- Recorder-Programme leisten: CyberLink erlaubt nicht nur die Aufzeichnung mit den üblichen NTSC-Bildfrequenzen von 30 und 60 Bildern, sondern bietet die Aufzeichnung mit 25 und 50 Bildern in der Sekunde. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn man parallel mit einer Kamera den Moderator aufnimmt und beides später zusammenschneidet. So passen Kameradateien und Screenrecording von der Auflösung und Bildwiederholrate her schon zusammen. Derzeit beherrscht die Software allerdings nur Full-HD – selbst dann, wenn ein UHD-Monitor angeschlossen ist. Auch wenn man den Kommentar mit der Kamera aufzeichnet, sollte man den Ton über das meist mickrige Computermikrofon mit aufzeichnen: So kann man später Dateien leichter zuordnen und automatisch mit Kameraaufzeichnungen synchronisieren lassen.

CyberLink ScreenRecorder 3 Deluxe kt pal web
Mit CyberLinks Screen Recorder 3 darf man die Bildwiederholrate auf die hierzulande üblichen PALFrequenzen einstellen.
CyberLink ScreenRecorder 3 webcam web
Die Software kann die Webcam in das Screenrecording integrieren, wobei man die Größe der Einblendung und deren Farbabstimmung einstellen kann.
CyberLink ScreenRecorder 3 Deluxe kt web

Testergebnisse

Hersteller   CyberLink
Produkt   Screen Recorder 3 Deluxe
Preis   40 Euro
Internet   www.cyberlink.de
FAZIT    
   

Der Screen Recorder 3 bietet PAL-Bildwiederholfrequenzen – die haben wir bisher oft vermisst, denn sie machen die Nachbearbeitung erheblich schneller. Mit der Option, den Monitor gleich streamen zu können, bietet man zudem einen erheblichen Mehrwert.

   

+ Bildwiederholfrequenz frei wählbar
+ einfache Bedienung
+ geringe Systemlast
- eingeschränkte Bearbeitungsfunktionen

Urteil   sehr gut
Preis/Leistung   sehr gut

Sehr gut gefällt uns die Option, im Screen Recorder direkt die Anwendung auswählen zu können, die man aufzeichnen will. Allerdings soll das Programm auch Mausklicks optisch mit einer Farbe signalisieren können, was in unserem Test noch nicht funktioniert hat. CyberLink betont jedoch auf Nachfrage, dass dies in internen Test funktionieren soll. Eine pfiffige Besonderheit des Screen Recorder 3 ist die Option, den Monitorinhalt direkt auf Facebook, twitch und YouTube streamen zu können. Dazu muss man die Anwendung bei den Social-Media-Kanälen autorisieren und kann dann direkt loslegen. Die URL für das Live-Video holt sich der Screen Recorder direkt ab und zeigt diese auch an, so dass man sie kopieren und weiterreichen kann. Somit lässt sich ein Tutorial interaktiv machen und auf Kommentare der Zuschauer reagieren. Wer das Video zudem parallel auf Festplatte abgelegt haben möchte, kann auch diese Option direkt im Screen Recorder 3 wählen. Denn zur aufgeräumten Screen-Recorder-Oberfläche lässt sich eine übersichtliche Bibliothek zuschalten, die alle Aufzeichnungen listet. Mit einem Rechtsklick auf eines der Thumbnails gelangt man in die Bearbeitung, die allerdings nur eine Spur bietet. Dennoch orientiert sich die Oberfläche sehr eindeutig an CyberLinks Schnittprogramm PowerDirector. Die Bedienung ist einfach und gerade für einfache Aufgaben, wie das Kürzen von Aufzeichnungen, ideal. Dennoch kann man Übergänge zwischen Clips setzen und sowohl einen Titel als auch eine weitere Audiospur hinzufügen. Letzteres zielt jedoch auf Musikdateien. Einen getrennt aufgezeichneten Kommentar kann man so nur schwer synchronisieren. Allerdings bietet die Bibliothek auch eine Verbindung zum „großen” PowerDirector, sofern dieser schon auf dem Rechner installiert ist.

LEISTUNG

Wir haben für die Überprüfung der Prozessorlast des Screen Recorder 3 unsere Leistungstests von Schnittprogrammen laufen lassen. Dabei ermitteln wir, mit wie vielen Spuren wir noch eine flüssige Wiedergabe mit den Schnittprogrammen sehen. Durchaus überraschend kamen wir dabei auf keine abweichende Leistung, wenn wir den Screen Recorder 3 aufzeichnen ließen. Auch bei der Berechnung von Videodateien ergaben sich keine nennenswerten Abweichungen.

 

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